Japan erkunden

Dieser Beitrag wird wahrscheinlich etwas kürzer, aber bitte lasst mich unbedingt wissen wenn ihr eine Frage oder eine Idee habt, worüber ich schreiben könnte! Jetzt würde ich euch gerne von den Ausflügen erzählen, die ich bisher so gemacht habe, auch wenn einige davon schon länger her sind. Da ich schon über einiges geschrieben habe, schreibe ich nun nur über noch nicht erwähnte Trips!

 

Disneyland
Ende September war ich im Disneyland mit Janna, einer anderen Austauschschülerin aus der Schweiz! An einem regnerischen Mittwoch, und trotzdem war es proppenvoll! Mir war nicht bewusst wie beliebt das hier ist. Japaner gehen mehrmals im Jahr nach Disneyland und lieben die Charaktere über alles. Aber wenn man geht, dann schon mit Schuluniform oder zumindest Partnerlook! Ohne Witz, es gibt sogar ein eigenes Wort dafür (制服ディズニー)! Das Disneyland war echt total schön. Wie in einem Bilderbuch, alles total süss gestaltet. Man würde meinen das  Ganze ist für Kleinkinder eingerichtet, doch Japaner fahren da echt total drauf ab! Ich meine, ich fands auch schön und bereue es auch nicht mein Geld dafür ausgegeben zu haben, doch schlägt mein Herz auch für anderes. Diese Mischung aus Fanatik und Herzblut Disney gegenüber ist mir echt fremd, aber interessant! Solche Zeichentrickfiguren sind allgemein durch alle Altersgruppen beliebt und bekannt. Noch zum Disneyland: Auf jeden Fall sollte man früh genug da sein, damit man viel vom Tag hat! Zug ist am billigsten, aber es fahren auch viele Busse. Verpflegung kann man natürlich selbst mitnehmen, aber dann verpasst man einige spezielle Leckereien! Die Mickey Mouse Waffeln oder das Popcorn in ca. 7 Geschmacksrichtungen kann ich sehr empfehlen! Das System mit dem Fast-Pass hatten wir nicht so ganz durchdrungen, aber man muss damit wohl nicht anstehen bei einer beliebigen Attraktion. Die Paraden sind auch sehr sehenswert, das Feuerwerk konnten wir leider nicht anschauen. Im allgemeinen hat das Disneyland relativ wenig Action zu bieten, aber für die Augen sehr schön zu gucken! Obligatorisch ist hier auch ein Fotoshooting (mit anschliessendem hochladen auf Instagram, sowie diverse Mitbringsel für Klassenkameraden und Co). Ich finde die Idee von Mitbringseln an sich ja etwas schönes, ich meine das zeigt dass man an die Person gedacht hat. Aber das nimmt hier wirklich Ausmasse an, viele geben ihr gesamtes Geld für solche Geschenke aus! Das zeigt ja gewissermassen, dass man „sich sowas leisten kann“… Und das Image ist hier sehr wichtig, so wie ich das bisher mitbekommen habe.

Tokio
Da die Hauptstadt Japans nur ca. 20 Minuten mit dem Zug von mir entfehrnt ist, bin ich schon öfters am Wochenende oder nach der Schule nach Shibuya, Harajuku & Co gegangen. Das ist echt eine komplett andere Welt. Überall bunte Lichter, Gewusel und lauter schrille, verrückte Dinge! Yokohama ist ja auch eine ziemlich grosse Stadt – die zweitgrösste nach Tokio übrigens, aber das kann man kaum vergleichen. Vor allem wohne ich hier Nahe am Hafen und direkt neben einem Park. Meistens schauen wir uns ein paar der unzähligen Sehenswürdigkeiten an, Tempel, Schreins, Museen, Statuen… Ich war auch schon im Planetarium! 

Jogashima
Hier war ich am 11.11 (das ist hier der „Pocky-day“, diese süssen Stäbchen mit Schokolade, wie Mikado!) mit dem Fotographieclub meiner Schule. Jogashima ist die grösste Insel meiner Präfektur Kanagawa. Unheimlich schön und überraschenderweise habe ich auch kaum Touristen gesichtigt. Mittagessen habe ich von zu Hause mitgebracht, da es in dem Fischerstätdchen hauptsächlich teure Meerestiere zu essen gibt. Die Finger haben wir uns auch wund geknipst. Alle mit dem Ziel vor Augen, das perfekte Bild für den anstehenden Fotowettbewerb zu schiessen!
Zusammen mit Mei und Aru haben wir noch einige verlassene Tempel und Schreins erkundet und sind dann anschliessend noch durch Yokohama gebummelt und haben „Purikura“ gemacht. Das sind solche Fotoboxen wo man sein Gesicht dermassen ändern kann, dass man nicht wiederzuerkennen ist!

Shizuoka
Früh Morgens ging es los. Zum ersten Mal bin ich mit dem Shinkansen gefahren! Das ist dieser berühmte Hochgeschwindigkeitszug. Da wir die Fahrkarten kurzfristig gekauft haben, sass ich getrennt von meiner Gastfamilie, was aber dazu führte, ein kleines Gespräch mit einer älteren Japanerin zu führen. Das war echt eine tolle Erfahrung. Man hatte einen tollen Blick auf den Mount Fuji und das Meer vom Zug aus.
In Shizuoka sind wir umgestiegen und haben einen dieser Pendlerzüge die überall halten nach Shimminatocho genommen, wo wir das Grab der Eltern meiner Gastvaters besucht haben. Ich war erst sehr überrascht und überrumpelt, da ich nicht damit gerechnet habe, dass ich da „willkommen“ wäre, da das ja schon etwas sehr persönliches ist. In dieser Stadt gibt es sehr viele Friedhöfe, alle ausgerichtet zum Mount Fuji, den man perfekt sehen konnte. Ich habe auch gemerkt, dass Japaner eine etwas andere Einstellung zum Tod haben, als wir in der Schweiz. Das ist schwer zu beschreiben, aber die Atmosphäre dort war was ganz spezielles. „Tod“ heisst nicht „für immer weg“.
Nach dieser persönlichen Erfahrung gings weiter mit dem Zug nach Miho, wo wir unser Mittagessen gekauft haben und anschliessend eine Bootsfahrt auf dem Golf vor dem Mount Fuji gemacht haben. Ein Fernsehrteam war auch da, und wenn wir Glück haben sind wir dann in der Reportage über das Städtchen mal im Hintergrund zu sehen! Vom Boot aus hatte man auf alle Fälle freien Blick auf den Berg und die unzähligen Möwen sorgten für eine ganz besondere Stimmung. Anschliessend haben wir in Nihondaira die Neueröffnung von der Yume Terrace erlebt. Das ist eine Aussichtsplattform, und da es nur Infos auf Japanisch gab waren auch kaum Touristen dort – also wenig Leute! Zufällig war in der Nähe noch ein Markt, wo wir etwas rumgeschlendert sind. Zum Abschluss des Tages gab’s Pizza beim Italiener.

Ich freue mich immer sehr wenn ihr mir eine Rückmeldung geben könntet! Hoffe euch hat der Einblick gefallen. 🙂
Bis bald,

Sophia

Du magst vielleicht auch

4 Kommentare

  1. Hallo mein Schatz

    Was für ein aufregendes Leben! Mir ist natürlich bewusst, dass es nicht immer so aufregend für Dich ist, aber es sind schon sehr spezielle Erfahrungen, die Du machen darfst. Es ist schön, auf diesem Weg daran teilhaben zu können.

    In Liebe
    Mama

    1. Da hast du recht, vor allem ist langsam Routine im Alltag, aber zwischendurch erlebe ich wirklich aufregende Dinge! Bin froh dass ich mich so langsam einlebe 🙂
      Sophia <3

  2. Hi Sophia,
    sorry das ich erst so spät kommentiere. Ich lese deine Beiträge immer – und immer gerne. Ist eine wirklich tolle Sache dein Blog. Ich hab mir schon überlegt ob ich das später für dich in ein Fotobuch transferiere. Ist sicher auch in Jahren noch eine tolle dran Erinnerung 🙂
    Machst Du wirklich toll das mit deinem Aufenthalt in Japan. Irre wie schnell du es geschafft hast gut genug Japanisch zu lernen um mit anderen reden zu können. Der Rest geht jetzt sicher viel besser. Wenn man erst mal anfängt zu reden kommt es fast wie von selbst.
    Japan schein kulturell wirklich eine andere Wet zu sein. Ich hoffe mal, dass wir dich wiedererkennen wenn du dann wieder zu Hause bist. Ein Stück passt man sich ja immer an – ist ja auch gut so.
    Ich wünsche dir noch viel Spass in Deinem Abenteuer. Falls es mal schwierig ist vertrau auf Deine Stärken – Du schaffst das alles!!

    lg
    Papa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.